Skip to main content
  • Video:

Romana Ganzoni

Celerina/Schlarigna

Schriftstellerin

Der Glaube ist für mich im Alltag ein Grundgefühl, das ich habe, und das ich eigentlich nicht einmal als Glaube bezeichnen möchte, sondern als eine Haltung, die ich schon immer hatte seit ich auf der Welt bin, und die mich immer begleitet. Er ist eine Kraft im Alltag, immer, auch wenn ich schreibe, eine Kraft und eine Art Sicherheit. Natürlich kommt immer auch der Zweifel dazu, denn es gibt diese Kraft nicht ohne Zweifel. Aber es ist eine poetische Kraft, eine wesentliche Kraft, die da ist und die für mich wie Atmen ist.

Diese Kraft, dieser Glaube, den ich jetzt gar nicht richtig definiert habe, diese Verständigung mit dem Unsichtbaren und dem Verborgenen hat für mich eine innere, persönliche Bedeutung. Und ich finde, sie wäre nichts wert, wenn sie sich nicht in meinem Verhalten zeigen würde. Ich möchte, dass mein Verhalten und meine persönlichen Beziehungen ebenfalls in diesem Geist leben.

Ich bete. Meine Gebete sind sehr persönlich. Sie sind eine Art Meditation. Ich meditiere aber nicht, denn ich finde für mich genügend Möglichkeiten in den traditionellen Formen.

Ich rede mit dem Verborgenen, mit der Ur-Kraft, vielleicht auch mit mir selber. Vielleicht ist das ein Dialog mit meinen besten Kräften oder vielleicht auch mit meinen negativen Kräften, um mit ihnen fertig zu werden. In meinem Gebet kommen auch leidende Leute vor, von denen ich in der Zeitung lese. Wenn ich weiss, dass jemand krank ist, kann diese Person auch in meinem Dialog vorkommen. Das ist ein spezieller Ort, ähnlich dem Ort, an den ich gehe, wenn ich schreibe. Der Ort des Glaubens ist für mich auch der Ort der Poesie. Sie sind wie zwei riesige Zimmer mit einer Verbindungstür, einer Tür, die man öffnen kann. Glaube und Poesie sind befreundet, würde ich sagen. Das muss nicht für alle stimmen, die Gedichte schreiben. Aber für mich liegt beides nebeneinander. Das Wort «Glaube» ist sehr mit Konfession verbunden. Ich möchte ihn aus der Konfession herauslösen. Ich möchte ihn verstehen als Verbindung mit dem Unsichtbaren, mit dem grossen Geheimnis, mit der Ur-Kraft.

Wenn der Glaube zu fest mit dem Kopf verbunden ist und nur eine Theorie ist, dann wird er schnell ideologisch. Entweder muss man dann mit einer Konfession 100 Prozent einig gehen oder mit einer Gruppe, die gewisse Regeln hat. Natürlich bin ich auch Teil einer langen Tradition. Aber für mich ist der Glaube mehr etwas, das meinen Kopf und meinen Körper befreit. Für mich ist er eine sehr körperliche Angelegenheit. Er ist nicht in erster Linie eine intellektuelle, sondern eine sehr körperliche und emotionale Angelegenheit, eine Nahrung für die Seele.

« Der Glaube ist eine poetische, wesentliche Kraft, die mich atmen lässt »

Was glauben Sie? Hinterlassen Sie Ihre Meinung

1 Person hat einen Gedanken hinterlassen
  • La fede rappresenta un faro di speranza e un fondamento etico per l'essere umano del ventunesimo secolo, un periodo caratterizzato da profondi cambiamenti sociali, politici e tecnologici. In un mondo spesso segnato da conflitti, crisi e incertezze, la fede puó rassicurare offrendo un senso di appartenenza, di significato e di direzione.

    Nel contesto moderno, la fede dovrebbe incoraggiare la tolleranza, il dialogo interreligioso e una maggiore comprensione tra le diverse culture. Dovrebbe invitare a riflettere su valori universali come l'amore, la giustizia e la compassione. In un'epoca in cui l'individualismo può prevalere, la comunità cristiana rappresenta un'opportunità per costruire legami significativi e per affrontare insieme le sfide del giorno d'oggi.

     

    Bearbeitet am Samstag, 31. August 2024 23:28 von sassalbo.